Sascha wurde am 18.11.1993 in Bad Reichenhall geboren. Seine Eltern wussten bereits vor der Geburt, dass er mit einem Hydrocephalus - der Volksmund redet immer von einem Wasserkopf - das Licht der Welt erblicken würde. So sorgte Sascha bereits vor seiner Geburt für Aufregung. Die Gefühle seiner Eltern schwankten zwischen Angst und Zuversicht.
Kurz nach seiner Geburt wurde Sascha auf die Intensivstation des Krankenhauses in Traunstein verlegt. Dort wurde er gut versorgt und durfte nach zwei Wochen Aufenthalt nach Hause. Mit sechs Monaten lernte er dann das Krankenhaus in Würzburg kennen, dort wurde er zum ersten Mal operiert, in seinem Kopf musste ein sog. Shunt (Ventil) gelegt werden. Mit diesem Ventil kommt Sascha heute gut zurecht. Kurz nach der Implantation des Ventils erlebte Sascha seinen ersten epileptischen Anfall. Die immer wieder kehrenden Anfälle waren auch für die Erwachsenen die ihn bis zum Eintreffen des Arztes versorgten, einschneidende Erlebnisse. Mittlerweile sind aufgrund optimal abgestimmter Medikamente bei Sascha die Anfälle unter Kontrolle.
Auf Grund der gesundheitlichen Situation und der vielen Rückschläge konnte Sascha nicht mit dem Entwicklungsstand gleichaltriger mithalten. Mit seinen 15 Jahren ist er nunmehr 1.25 m groß, 20 Kilogramm schwer und kann sich mit wenigen Worten "verständigen". Wo keine Worte gefunden werden, zeigt er was er will. Seinen geliebten "Monte-Pudiing" löffelt er selbst, zum trinken benötigt er aber eine entsprechende Flasche.
Aufgrund des geringen Gewichtes wurde er im Kinderzentrum München ohne großen Erfolg wegen einer Essstörung behandelt.
Vor längerer Zeit konnte seine Mutter endlich einen Platz bei einer Reittherapie bekommen, die Therapie hat Sascha in seinem Leben ein großes Stück weiter gebracht, insbesondere unterstützte ihn die Hypotherapie beim Laufen lernen. Besonders gerne geht Sascha in die Therme. Es ist ein besonderes Gefühl, frei im Wasser zu schweben. Manchmal spritzt Sascha dann die Leute an die ihn unaufhörlich angaffen.
Aufgrund der aktuellen Einkommenssituation der Familie können beide Unternehmungen, Reittherapie wie auch die Badbesuche wohl nicht mehr regelmäßig gemacht werden. Für die Badbesuche kann die Krankenkasse garnichts übernehmen, sogar die Reittherapie wurde in Frage gestellt. Reiten und schwimmen sind jedoch die zwei Therapien die Sascha in seinem Leben und in seiner Entwicklung ein großes Stück vorangebracht haben. Aus diesem Grunde will die Aktion Kaminkehrer dafür sorgen, dass dies auch in naher Zukunft noch durchgeführt werden kann.